Patientenschulung und Rehabilitation

AG Patientenschulung und Rehabilitation


Sprecher:innen

Dr. Markus Koch

Sprecher

Dr. Markus Koch

Chefarzt
Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Allergologie, Kinderpneumologie
KJKF Alpenklinik Santa Maria, Bad Hindelang-Oberjoch
Vorstandsmitglied DGPRP

Gesine Gudowius

Stellvertreterin

Gesine Gudowius

Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin
Praxis für Kinder-Pneumologie Gesine Gudowius

Patientenschulung

Hintergrund

Patientenschulung ist ein wichtiger Baustein der Behandlung verschiedener Atemwegserkrankungen im Kindes- und Jugendalter. Dies sind insbesondere das Asthma bronchiale, die Mukoviszidose und Primäre Ziliäre Dyskinesie (PCD). Die Patientenschulung hat zum Ziel, alltagstaugliches Wissen an Kinder, Jugendliche und deren Familien zu vermitteln. Neben der Vermittlung des notwendigen Wissens bzgl. der chronischen Erkrankung steht die Einübung handlungsrelevanter Fertigkeiten im Zentrum. Die Patientenschulung wird grundsätzlich interdisziplinär durchgeführt.

Ziele der AG

Projekte

  • Unterstützung der AG Asthmaschulung bei Sicherstellung der Finanzierung der Asthmaschulung im Videoformat
  • Unterstützung der AG Asthmaschulung bei Evaluation des Videoformats

Termine

Jahrestagung der AG Asthmaschulung jeweils im Februar jeden Jahres (zusammen mit der AG Neurodermitisschulung)

Protokolle

Die Protokolle finden Sie im Mitgliederbereich – Link folgt.

Rehabilitation

Hintergrund

Die Rehabilitation von chronisch kranken Kindern und Jugendlichen stellt einen wesentlichen Beitrag zur medizinischen Versorgung gerade bei komplexen, schwer betroffenen Patienten oder bei problematischer ambulanter Versorgung dar. In unserer Arbeitsgruppe werden einerseits die aktuellen Aspekte der Rehabilitation bei pulmonalen Erkrankungen diskutiert und fortentwickelt, gleichzeitig aber auch der Austausch zwischen Akut-Kliniken, den ambulanten Versorgern und den Rehakliniken gefördert.

Je nach Krankheitsspektrum und Schweregrad der behandelten Erkrankungen müssen definierte Voraussetzungen von spezialisierten Rehabilitationsprogrammen und Einrichtungen erfüllt werden:

  • Qualifizierte ärztliche Leitung auf Chef- und Oberarztebene (Kinderpneumologe, Allergologe)
  • Lungenfunktionsdiagnostik inklusive Bodyplethysmographie, Belastungstests und NO-Messung
  • Allergietests inklusive Provokationstests
  • Notfalllabor und Blutgasanalyse
  • Bildgebende Verfahren, insbesondere Röntgen-Thorax
  • Krankheitsspezifische Pflege
  • Trennung von Risikopatienten nach Keimspektrum
  • Monitoring von Vitalparametern und Möglichkeit der Sauerstoffgabe
  • Atemphysiotherapie
  • Körperliches Leistungs- und Krafttraining im Rahmen einer Sporttherapie
  • Ernährungsberatung und -Therapie
  • Psychologische Beratung, Psychotherapie und Familienberatung
  • Standardisierte krankheitsspezifische Patienten- und Elternschulungen
  • Beratungen in Bezug auf Beruf, Ausbildung, Finanzen und soziale Aspekte

Rehabilitation leistet viel bei der Versorgung von Problempatienten bzw. Familien insbesondere bei Mehrfachdiagnosen und bei Patienten aus sozialen Randgruppen bzw. bildungsfernen Schichten. Hier greifen die DMPs entweder aufgrund der Komplexität nicht, oder weil ambulante Angebote nicht angenommen werden. Gerade diese Population ist aber in Bezug auf Morbidität und Mortalität besonders gefährdet. Aus diesem Grund ist es erforderlich, dass heutige Rehabilitationseinrichtungen Multimorbiditäten und soziale Aspekte adäquat berücksichtigen und behandeln können. Eine stationäre Rehabilitation ist häufig die einzige Chance für diese Patienten auf eine umfassende und strukturierte Versorgung.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage www.kinder-und-jugendreha-im-netz.de. Interessenten für eine Mitarbeit in der AG Patientenschulung und Rehabilitation mögen sich per E-Mail bei den Sprecher:innen der AG melden.

Leitlinie

Als aktuelle Leitlinie wurde unter Beteiligung die S2k-Leitlinie „Covid-19 in der (Früh-) Rehabilitation“ publiziert.

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