Covid-19-Pandemie

Nachfolgend finden Sie einige Anmerkungen zur Diagnostik bzw. Therapie in der kinderpneumologischen Praixs / Klinik während der Covid-19-Pandemie  im Umgang mit Kindern und Jugendlichen mit chronischen Atemwegserkrankungen während der COVID-19 Pandemie. Anbei das PDF zum Download …

Hygiene-Empfehlungen zur Lungenfunktionsdiagnostik

Anbei finden Sie aktuelle Hygiene-Empfehlungen zur Lungenfunktionsdiagnostik bei Kindern und Jugendlichen in Zeiten der COVID19-Pandemie … 

Statement der GPP Covid-19

Aktuell gibt es nur wenig gesicherte Erkenntnisse über das Risiko für einen schweren Verlauf bei Infektion mit SARS-CoV-2 bei Kindern und Jugendlichen.
Der Vorstand der Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie GPP e.V.  steht in intensivem Austausch mit Kollegen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und  anderen europäischen Ländern, hier insbesondere auch Italien und Spanien.  
Nach allem was wir bisher wissen, verläuft COVID-19 bei Kindern insgesamt milder als bei Erwachsenen. Schwere Verläufe kann es in Einzelfällen geben, sie sind aber Ausnahmen. Dies gilt offenbar auch für chronisch lungenkranke Kinder. Auch hier sind die berichteten Verläufe bisher milde.Bekannte Risikofaktoren für Erwachsene sind so nicht auf Kinder übertragbar. Daher unterscheiden sich unsere Empfehlungen für chronisch lungenkranke  Kinder nicht von den allgemeinen, vom Robert-Koch-Institut ausgesprochenen Empfehlungen (z.B. hinsichtlich Schutzmaßnahmen) für Kinder und Jugendliche.  

GPP-Stellungnahme zur Debatte um Luftschadstoffe

Kinderpneumologen weisen auf Gefährdung durch Luftschadstoffe hin:
Berlin – Der Vorstand der Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie e.V. (GPP e.V.) äußert sich zu der aktuellen Debatte um die Bewertung von Luftschadstoffen wie folgend:
1. Die Lungenfachärzte für Kinder und Jugendliche weisen ausdrücklich auf die in zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten dokumentierten gesundheitsschädigenden Auswirkungen von Luftschadstoffen hin. Der Vorstand der GPP unterstützt die Grenzwert-Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO. Diese Grenzwerte sind von internationalen Expertenteams auf Basis der weltweit verfügbaren Literatur zu den Auswirkungen von Luftschadstoffen auf die Gesundheit festgelegt worden.
2. Neben kurzfristigen und langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen von Luftschadstoffen ist die Gesundheitsfürsorge für besonders gefährdete Gruppen ein wichtiger Aspekt bei der Risikobewertung. Hierzu zählen u.a. Kinder und Jugendliche, schwangere Frauen, ältere Menschen sowie Patienten aller Altersgruppen mit chronischen Lungenerkrankungen. In der aktuellen Debatte wird die Schutzwürdigkeit dieser besonders gefährdeten Gruppen häufig nicht erwähnt. Damit wird das Prinzip der Schadensvermeidung als Kernelement ärztlicher Handlungsethik ignoriert.
3. Der Vorstand der GPP unterstützt die Position und die inhaltlichen Stellungnahmen der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP), der European Respiratory Society (ERS), des internationalen Forums der pneumologischen Fachgesellschaften (FIRS) und der World Health Organisation (WHO), die übereinstimmend auf die gesundheitlichen Gefahren einer erhöhten Exposition mit Luftschadstoffen hinweisen.
4. Als Wissenschaftler stehen wir in der Pflicht, unsere Erkenntnisse zu hinterfragen, unsere Ergebnisse kritisch zu diskutieren und unsere Methoden des Erkenntnisgewinns kontinuierlich zu verbessern. Wissenschaftlicher Diskurs und Selbstkritik sind Kernelemente einer freien und pluralistischen Wissenschaftskultur. Wissenschaftliche Aussagen pauschal in Frage zu stellen, ohne hierfür Belege anzuführen, ist unseriös. Wer öffentlichen Zweifel an dem gesundheitsschädlichen Potential von Luftschadstoffen sät, ohne hierfür wissenschaftliche Arbeiten zu zitieren, verletzt die Grundsätze ärztlichwissenschaftlichen Handelns. Von dieser Form der öffentlichen Meinungsäußerung distanziert sich der Vorstand der Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie ausdrücklich.

Anbei die Stellungnahme der GPP als pdf … 

Nationale Versorgungs-Leitlinie Asthma grundlegend überarbeitet

Die neu überarbeitete Nationale Versorgungs-Leitlinie (NVL) Asthma ist auf den Internetseiten des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin (ÄZQ) kostenlos abrufbar.
119 Empfehlungen zu Diagnostik und Therapie von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Asthma: Die grundlegend überarbeitete NVL Asthma fasst den aktuellen Wissensstand für alle an der Versorgung Beteiligten zusammen. Die multidisziplinär zusammengesetzte Leitliniengruppe mit Vertretern aus 21 Fachgesellschaften und Organisationen hat die bisherige NVL Asthma geprüft und dabei neue Erkenntnisse aus Forschung und Versorgung berücksichtigt. Zur Unterstützung des Arzt-Patienten-Gesprächs wurden 5 Patientenblätter entwickelt. Asthma betrifft alle Altersgruppen und gehört zu den häufigen Volkskrankheiten. Deshalb ist es wichtig, die Versorgung stetig zu verbessern. Der Großteil der NVL wurde aktualisiert. Wenige weitere Kapitel, wie die Behandlung des Asthmaanfalls, werden zeitnah bearbeitet und ergänzt. Die methodische Vorgehensweise ist im Leitlinienreport beschrieben.

Die Kernaussagen der NVL Asthma
Für die Klassifikation und Behandlung des Asthmas ist die Asthmakontrolle entscheidend. Sie ergibt sich aus der Symptomatik und dem Risiko für eine Verschlechterung des Asthmas. Die früher verwendete Einteilung nach dem Schweregrad hat keinen Stellenwert mehr. Die Grundprinzipien der Therapie sind geblieben: Reicht die Bedarfsmedikation nicht aus, sollen Patienten kontinuierlich inhalative Corticosteroide (ICS) erhalten. Diese behandeln die Entzündung, die der Erkrankung zugrunde liegt. Von einer Monotherapie mit langwirkenden Beta-2-Sympathomimetika (LABA) ohne ICS wird deutlich abgeraten.
Vor einer Therapieeskalation soll der Arzt folgende Faktoren prüfen und entsprechende Maßnahmen einleiten: Schulungsbedarf, Allergie- und Umweltkontrolle, Adhärenz und Diagnose. Schulungen unterstützen das Selbstmanagement und helfen Patienten, mit der chronischen Erkrankung umzugehen. Daher ist es wichtig, allen Patienten mit einer Langzeittherapie die Teilnahme an Schulungen zu empfehlen und zu ermöglichen.

Das Programm für Nationale Versorgungs-Leitlinien (NVL)
Das Programm für Nationale VersorgungsLeitlinien steht unter der Trägerschaft von Bundesärztekammer (BÄK), Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) und der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Zu ausgesuchten Erkrankungen hoher Prävalenz werden unter Berücksichtigung der Methoden der evidenzbasierten Medizin versorgungsbereichsübergreifende Leitlinien entwickelt und implementiert. Mit der Durchführung, Organisation und methodischen Begleitung wurde das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) beauftragt.
Mehr zum Thema
•    NVL Asthma
•    Übersichtsseite NVL Asthma 
(inklusive Patientenblätter, Leitlinienreport etc.)
•    Flyer: Was ist wichtig? Was ist neu?

Kinder und Jugendliche mit schwerem Asthma für BMBF-Projekt gesucht

Im Rahmen der BMBF-Förderinitiative „Gesund aufwachsen – ein Leben lang“ wurde der gemeinsame
Antrag aus München, Regensburg, Hannover, Berlin und Bielefeld zum Thema „CHildhood Allergy and tolerance: bioMarkers and Predictors“ (CHAMP) erfolgreich begutachtet. Im Rahmen dieses Projektes wird ein Teilprojekt die möglichen Biomarker für die Progression von allergischen Erkrankungen am Beispiel von schwerem Asthma untersuchen. Hierzu bitten wir um Ihre/Eure Mithilfe – mehr dazu hier im pdf  …

 

Statement der GPP Covid-19

Aktuell gibt es nur wenig gesicherte Erkenntnisse über das Risiko für einen schweren Verlauf bei Infektion mit SARS-CoV-2 bei Kindern und Jugendlichen. Der Vorstand der Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie GPP e.V.  steht in intensivem Austausch mit Kollegen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und  anderen europäischen Ländern, hier insbesondere auch Italien und Spanien. Nach allem was wir bisher wissen, verläuft COVID-19 bei Kindern insgesamt milder als bei Erwachsenen. Schwere Verläufe kann es in Einzelfällen geben, sie sind aber Ausnahmen. Dies gilt offenbar auch für chronisch lungenkranke Kinder. Auch hier sind die berichteten Verläufe bisher milde.Bekannte Risikofaktoren für Erwachsene sind so nicht auf Kinder übertragbar. Daher unterscheiden sich unsere Empfehlungen für chronisch lungenkranke  Kinder nicht von den allgemeinen, vom Robert-Koch-Institut ausgesprochenen Empfehlungen (z.B. hinsichtlich Schutzmaßnahmen) für Kinder und Jugendliche.

Geschäftsstelle der GPP in Berlin

Die GPP unterhält im Rahmen der engeren Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin nun eine gemeinsame Geschäftsstelle in Berlin. Dort steht Ihnen ab sofort Frau Mewes für alle Anfragen zur Verfügung. Sie erreichen Sie Geschäftsstelle GPP  Christine Mewes Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie e.V. Robert-Koch-Platz 9 10115 Berlin Tel:  030-293 64 096 Fax: 030-293 62 702 Email: gpp@pneumologie.de  

Stellungnahme zum G-BA-Beschluss Festbetrags-gruppe ICS/LABA

Anbei finden Sie die  „Stellungnahme der GPP, BAPP und des bvkj zum G-BA-Beschluss Festbetragsgruppe ICS/LABA vom 18.02.2016“: PDF Download hier …